professionelle Food Fotografie

Wer suchet der findet {Reibekuchen mit Pfifferlingen und Kürbis}

Nun ja, wer kann, der kann. Habt ihr zufällig auch einen Schatz zuhause, der für sein Leben gerne seiner Sammelleidenschaft nachgeht? Und ich rede da natürlich nicht von Briefmarken oder Münzen. Nein, nein, ich meine die Art von Mann, die sich im Wald wohlfühlt und an keinem Pilz vorbei gehen kann, ohne genaustens zu checken, ob es sich nicht vielleicht um einen Speisepilz handelt. Ich gebe zu, ich bin da ja ein bisschen zurückhaltender. Für mich ist ein Pilz aus dem Wald prinzipiell ein gemein gefährliches Objekt, das ich nicht zwingend probieren muss.

Außer natürlich, es handelt sich um einen Pfifferling. Den erkenne sogar ich und nach ausführlicher Recherche (man nennt mich auch Frau Google) weiß ich, dass es keinen anderen Pilz gibt, den man mit ihm verwechseln könnte. Es gibt wohl einen der leichte Ähnlichkeit hat, aber selbst der wäre genießbar, wenn auch nicht so schmackhaft.

Aber gut, Pilze zufällig finden und Pilze suchen sind natürlich zwei paar verschiedene Schuh! Hier geht man in die Schwammerln und das bedeutet, man schleicht sich in Tarnkleidung zu SEINEM Platz im Wald, den kein anderer Mensch jemals finden wird (eh klar, dass es mehr geheime Plätze gibt als Suchende gibt, oder?) und trägt dann kiloweise Beute nach Hause. Ich versuche zu diesem Zeitpunkt möglichst unerreichbar zu sein, denn das Putzen von Waldpilzen gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Daher mein Tipp: Redet eurem Schatz ein, dass ein vertrauenswürdiger Freund eine gute Begleitung wäre, kauft ein paar Fläschchen Bier und legt einen Pinsel zum Säubern auf den aufgeräumten Küchentisch! Ich schwör, das funktioniert. Komme ich dann ein Stündchen später nach Hause, finde ich zufriedene, stolze Männer sowie einen ganzen Berg geputzter Pfifferlinge in der Küche vor.

Und tatsächlich, auch dieses Jahr war die Beute so groß, dass ich einen Teil der Pilze einfrieren musste. Was ein Glück, denn diese kleinen Luxusgüter passen hervorragend zu Kürbis. Und zu Karoffeln. Also, ran an den Reibekuchen.

Für den Reibekuchen:

 

500 g Kartoffeln

1 kleine Zwiebel

1 Ei

eine Prise Muskat

Salz und Pfeffer aus der Mühle

 

Für den Belag:

 

¼ Kürbis nach Wahl

Hand voll Pfifferlinge

2 EL Crème fraîche

2 EL Sauerrahm

2 EL Milch

1 gehackte Knoblauchzehe

1 kleine Chillischote

1 TL gestoßene Koriandersamen

1 TL gehackter Ingwer

Einige Zweige Thymian

Salz und Pfeffer aus der Mühle

1 Frühlingszwiebel

Olivenöl

Geriebener Parmesan

 

Zubereitung:

 

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

 

Den Kürbis schälen und in ca. 1 cm dünne Streifen schneiden.

 

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Öl bestreichen. Die Kürbisscheiben im Öl wenden und ca. 15 Minuten im Ofen backen.

 

Die Kartoffeln schälen und klein raspeln. Die Raspeln in einem Küchentuch gut auswringen.

 

Das Ei glattrühren. Die Zwiebel klein schneiden und mit dem Ei und den Kartoffeln vermengen. Die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

 

Die Kartoffelmasse auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech etwa 1 cm dick glatt streichen. Den Kürbis nun aus dem Ofen nehmen und die Kartoffelmasse ca. 30 Minuten vorbacken.

 

In der Zwischenzeit den Sauerrahm mit Crème fraîche, Milch, Knoblauch, Chillischote, Koriandersamen, Inger und etwas Thymian vermischen und glatt rühren. Die Creme mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Den Kartoffelboden aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und wenden. Den Ofen auf 180 Grad runter kühlen.

 

Nun den Boden mit der Creme bestreichen und mit Pfifferlingen, Kürbisstreifen und klein geschnittenen Frühlingszwiebeln belegen. Parmesan darüber raspeln und den belegten Reibekuchen weitere 20 Minuten backen.

 

 

...und wieder einmal war das fräulein glücklich!

 

 

 

 

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